Installation 2026
8 Kisten voller Dias und hunderte weitere Unterwasseraufnahmen bilden die Grundlage dieser Ausstellung. Jannika Lösche verwebt die Bilder aus dem Nachlass ihres Großvaters, einem Hobbytaucher, der in zwei Reisen auf die Malediven und ans Rote Meer die Mehrheit der Bilder aufgenommen hat, mit ihrer eigenen künstlerischen Praxis. Die Arbeit bringt eine Soundarbeit mit den Fotografien in einer Installation zusammen. Die Bilder verflechten sich mit der Soundkomposition, die den Ausstellungsraum einnimmt. Dabei zeigen sie Korallen, Fische und Unterwasserlandschaften in verschiedensten Formen und Farben.
Sie bilden ein persönliches Archiv, das aber auch darüber hinaus eine Relevanz zeigt. So umfasst die Sammlung eine Dokumentation teils schon oder bald verlorener Landschaften und Tierwelten. In einer von Bilderfluten geprägten und automatisierten Welt schlagen Dias als ausgehendes Material einen Gegenpol vor, ihre Beschaffenheit als physischer Datenträger verstärkt die Bedeutung der einzelnen Bilder als Dokumentationsobjekt.
Die Installation entstand als Diplomarbeit an der Kunsthochschule für Medien Köln und wurde vom 06.02.– 22.02.26 in der Moltkereiwerkstatt Köln gezeigt.




